Tipps für Verkäufer

Der Verkauf einer Immobilie stellt Eigentümer vor vielfältige Herausforderungen. Egal ob Eigentumswohnung, Reihenhaus oder Stadtvilla, die folgenden Aspekte sollten auf jeden Fall beachtet und durchdacht werden:

 

1. Marktanalyse und Wertermittlung

Zu Beginn steht eine besonders für die Eigentümer große Herausforderung an: die Ermittlung des aktuellen Marktwertes. Realistisch und objektivierbar. Wird der Wert zu niedrig angesetzt, wird kostbares Geld verschenkt. Wird er zu hoch angesetzt, bleiben die Interessenten aus und die Vermarktung dauert unnötig lange. Auch sollten große Preisänderungen vermieden werden, denn zu schnell ist ein Objekt „verbrannt". Beobachten Sie den Markt deswegen intensiv; einschlägige Immobilienportale bieten Vergleichsmöglichkeiten.

Und seien Sie ehrlich zu sich selbst: Auch wenn es verlockend ist, noch ein „paar wenige tausend Euro" draufzulegen – ein unangemessener Preis wird den Käufer nicht überzeugen, Ihr Objekt zu kaufen oder zu mieten. Im Zweifel lohnt sich die Investition in einen Experten.

 

2. Unterlagen zusammenstellen

Grundrisszeichnungen, Wohnflächenberechnung,  Energiekostenabrechnungen, ggf. Energiepass, Belege über Investitionen, Rechnungen von Reparaturen und Instand-haltungen, Gebäudeversicherungsschein, Grundbuchauszug, Flurkarte ...

Bei Eigentumswohnungen: Teilungserklärung, Wohngeldabrechnungen/Betriebs-kostenaufstellung, Protokolle von der  Eigentümerversammlung ...

All diese Unterlagen sind für den Käufer von Relevanz, da sie wichtige Informationen enthalten und bei der Finanzierung von Bedeutung sind. Stellen Sie diese Unterlagen bereits zu Beginn zusammen und verschaffen sich eine gute Ausgangslage für die Vermarktung.

 

3. Ansprechende Vermarktung

Kennen Sie Ihre Käufer oder Mieter? Haben Sie eine Vorstellung, für wen Ihr Objekt von Interesse sein kann?

Am Internet geht heute kein Weg vorbei. Über 80 % der Kontakte werden hier generiert. Platzieren Sie Ihr Angebot bei den bundesweit bekannten  und den regional starken Portalen. Zeitungsanzeigen vervollständigen das Marketing ebenso wie das klassische Verkaufsschild im Vorgarten. Hilfreich sind auch die Mundpropaganda in der Nachbar-schaft und die Nutzung von sozialen Medien.

Ansprechende Bilder, eine korrekte und ausführliche Beschreibung sowie eine gute Beschreibung der Lage helfen Ihren Kunden, sich ein Bild zu machen. Dies alles sind dann auch Inhalte des Exposés, das gerne auch gedruckt werden darf. Je besser sie Ihren potentiellen Kunden ansprechen, desto ernsthafter und nachhaltiger werden die Kontakte sein. Das Erzeugen von Kontakten ist übrigens auch die wesentliche Aufgabe der Vermark-tungsunterlagen – ein Interessent ist noch kein Käufer oder Mieter!

 

 4. Besichtigung und Verhandlung

Die Räume lüften, Licht schaffen, aufräumen, sauber machen – der erste Eindruck ist wichtig. Hierzu zählt auch der Garten. Es braucht keine sterile Umgebung, Wohlfühlen ist angesagt. Aber schmutziges Geschirr sollte unbedingt weggestellt sein, der Mülleimer entleert oder z. B. auch Wäsche aus der Badewanne geräumt sein.

Denken Sie auch daran, einen Ort für ein Gespräch vorzubereiten.

Und auch wenn Sie ein Familienmensch sind: Es geht vermutlich um das Vielfache des Jahresgehalts des Interessenten. Die Besichtigung sollte deshalb in ruhiger und vertrauensvoller Atmosphäre stattfinden. Personen, die für die Besichtigung nicht wichtig sind, sollten sich dezent im Hintergrund halten.

Ein interessierter Besucher wird sich Mühe geben, den Preis zu drücken. Er wird sie mit Mängeln konfrontieren und vielleicht Ihr Haus sogar schlecht reden. Seien Sie vorbereitet, fachlich wie emotional.

 

5. Der Vertrag

Immobilienkaufverträge werden grundsätzlich notariell abgewickelt. Der Verkäufer darf den Notar bestimmen, wobei dieser nicht parteiisch ist und Käufer wie Verkäufer unterstützt, einen guten Kaufvertrag zu vereinbaren. Lassen Sie sich noch vor der Terminvereinbarung eine Finanzierungsbestätigung oder einen Kapitalnachweis vorlegen. Eine Rückabwicklung des Vertrages ist sehr ärgerlich.
Erst nach Eintragung der sog. Auflassungsvormerkung im Grundbuch überweist der Käufer das Geld. Der gesamte Übertragungsvorgang wird vom Notar begleitet. Bitte denken Sie bei der Schlüsselübergabe an ein Übergabeprotokoll.

 

Unsere Empfehlung

Jeder Verkäufer oder Vermieter ist ein Unternehmer. Schnell wird klar, dass eine gute Vermarktung nicht auf Glück beruht, sondern Zeit, Fachwissen und auch Geld kostet und der Erfolg nicht garantiert ist. Unsere Empfehlung: Vermarkten Sie ihr Objekt nur dann selbst, wenn Sie ausreichend Zeit und Gelegenheit haben, sich das notwendige Wissen anzueignen, wenn Sie das Geld für die Vermarktung auslegen können und letztlich gute Nerven für die Verhandlung haben.

verfasst von Urs Müller

Ihr Berater
Urs Müller

Urs Müller

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E-Mail: um@mueller-zum-felde.de

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